Radtour am 14. Juni 2017 nach Unkel

Horst Pleitgen

Genuss-Radeln nach Unkel

Alles hat mal wieder gepasst: das Wetter, die Strecke, der kulturelle Teil, die Einkehr im Restaurant „Im Lämmlein“ und die Stimmung im Allgemeinen. Trude Kutsch organisierte in ihrer Funktion als Vor'sitzende' der Radlergruppe die Tour. So machten sich 20 Tat und Rat-Radler am Mittwoch, 14. Juni 2017, vom China-Schiff in Beuel aus auf den Weg, um das Museum zur Zeitgeschichte in Unkel zu besuchen.

Allein schon die Fahrt durch die Grünanlagen entlang des Rheins erfreut einen immer wieder. Auch das vorgelegte Tempo ließ keine Wünsche offen. Traditionsgemäß stoppte die Führungsspitze nach zügigem Tempo an der Eisdiele in Niederdollendorf. Der Andrang in der Eisdiele und die speziellen sowie differenzierten Wünsche nach verschiedenen Eissorten waren groß. Sie wurden zu aller Zufriedenheit erfüllt.
Nach dieser Stärkung ging es ohne weitere Unterbrechung bis nach Unkel. Bei dem vorgelegten Radlertempo trafen wir vor der mit der Museumsleitung vereinbarten Zeit auf dem Marktplatz in Unkel ein. Den Museums-Eintritt übernahm zur Freude aller wieder die Vereinskasse.

 

Bestückt mit vielen Anekdoten und historischen Begebenheiten führte uns der Vertreter des Mu­seums in die Geschichte des Museums ein. Er erwähnte auch das Museum „Forum Willy Brandt Berlin“. Um sich von diesem Berliner Haus abzusetzen erklärte er nicht ohne Stolz, hätten die Unkelner Gemeindevertreter für ihr Museum die Bezeichnung einfach in „Willy-Brandt-Forum Unkel“ umgedreht - rheinischer Pragmatismus.

 

Willy Brandt, nicht nur Bundeskanzler, auch Friedensnobelpreisträger, lebte von 1979 bis 1992 in Unkel. Er schrieb hier seine Erinnerungen und unternahm von hier aus zahlreiche Reisen in alle Welt. Vor diesem Hintergrund richtete die Gemeinde Unkel im Zentrum des Ortes das „Willy-Brandt-Forum“ ein. Es wurde am 20. März 2011 eröffnet. Das Herzstück des Museums ist das Arbeitszimmer des Politikers, das originalgetreu rekonstruiert wurde; daneben gibt es viele weitere Exponate, Dokumente und Fotografien, die Willy Brandts Leben und Wirken greifbar machen.

 

Nach dem Besuch noch ein kleiner Spaziergang zum Rhein, bevor die Radlergruppe in das historische Restaurant „Im Lämmlein“ einkehrte. Das Lämmlein ist ein altes und bekanntes Weinhaus mit einem umfangreichen Weinangebot und dazu abgestimmten Speisen. Der Gastraum ist überdacht. An seiner Decke reifen die Trauben für die nächste Lese heran.

 

Nach dem ausgiebigen „Zechgelage“ (stark übertrieben) ging es frohgemut auf gleichem Weg wieder heimwärts.

 

Horst Pleitgen