Unsere Fahrradtour nach Holland - 6. bis 12. Mai 2019

Am Montag, dem 06.05. trafen wir uns in Alphen zu der lang geplanten Schiffstour durch Holland.

Das Wetter war kühl sah aber ganz freundlich aus. Christiane - unsere Gastgeberin - erwartete uns schon an Deck und machte uns mit den Gegebenheiten auf dem Schiff vertraut. Dann servierte sie uns das erste Mittagessen. Es  sollte der Beginn von vielen köstlichen Mahlzeiten werden. Das Schiff ist ein umgebautes Frachtschiff, Baujahr 1926, das Sand und Kies durch Holland und Deutschland transportiert hat. 1991/1992 wurde es zu einem wohnlichen Hotelschiff umgebaut. Den traditionellen Charme konnte man erhalten. Christiane und Gerrit bereiten uns vier schöne Tage.

Am ersten Nachmittag wurden die Räder für uns hergerichtet und eine Probefahrt von ca 17 km um das Alsmeer gestartet. Dabei konnten wir einen ersten Eindruck von den großen Wasserflächen in Holland bekommen. Leider merkte Renate schnell,das Ihr Rücken der Tour nicht gewachsen war und sie verzichtete in den nächsten Tagen auf die Fahrradausflüge.

Der nächste Tag begann früh: Um 7.00 Uhr radelten wir die kurze Strecke von 5 km zur Blumenversteigerung in Alsmeer. Dort ist der größte Blumenmarkt Europas. 1000e Blumen kommen meistens mit dem Flieger nach Schipol und werden dann in Alsmeer in ganz kurzer Zeit versteigert. Die Menge der angebotenen Blumen, die Vielfalt, die Geschwindigkeit des Verkaufs - alle waren sehr beeindruckt. Zurück zum Schiff. Gestärkt durch einen leckeren Brunch fuhren wir gemütlich mit dem Schiff nach Leiden. Das Wetter war etwas ungemütlich. So nahmen an der Nachmittags-Radtour nur acht Personen teil, vier andere eroberten Leiden.
Die Radtour führte uns zuerst zu einem Blumenzüchter, der sich auf Wildblumen spezialisiert hat. Seine große Liebe gilt den Narzissen. Er konnte Narzissen anbieten für jeden Monat des Sommers. Dazu eine große Vielfalt an Wildtulpen. Wir haben uns gut mit Zwiebeln eingedeckt. Weiter fuhren wir in Richtung Nordsee.In Nordwijk schien die Sonne. Geritt führte uns durch eine großartige  Dünen- und Hügellandschaft und nach 60km erreichten wir unser Schiff. Abends führte Paul noch drei von uns durch die Stadt zum Absacker ins Einstein.

Mittwoch: Regen, Regen. Kein Besuch in Keukenhof. Trotzdem schwangen sich acht Unerschrockene aufs Fahrrad. Wir fuhren durch eine wunderschöne Landschaft mit großen Herrenhäusern - in Holland Herrlichkeiten genannt. Christiane führte uns zu einem Cafe. Genau zum richtigen Zeitpunkt. Es kam eine kräftige Regenschauer. Dann eine Strecke mit einer kurzen, kräftigen Steigung. Jetzt genossen wir Christianes Lunchpaket. Es war eine schöne Radtour.
Mit dem Schiff weiter nach Haarlem. Zurück besuchten wir Haarlem. Eine typisch holländische Stadt mit einer großen Kirche schmucken Häusern, Innenhöfen, die zum Verweilen einluden. Paul und Ursula besuchten eine Franz Hals-Ausstellung. Auf dem Schiff wurde abends gespielt oder gelesen.

Donnerstag: Sonne, Sonne Sonne. Alle Personen aufs Sonnendeck und die Fahrt nach Amsterdam genießen. Leider endete die Fahrt nach kurzer Zeit an einer Brücke. Die Brücke öffnete sich nicht. ein technischeer Defekt, und unsere Weiterfahrt war zu Ende. Zurück nach Haarlem. Geritt bot eine Radtour an. Bis auf die kranke Renate und Ihre Freundin fuhren alle mit. Es ging nach Bloomendaalen an der Nordsee. Eine traumhaft schöne Dünenlandschaft mit vielen Weißdornbüschen, dazwischen Galloway-Rinder und Pferde. Christiane hatte auf die Schnelle noch für jeden ein Lunchpaket zubereitet und so mussten wir auch nicht hungern. Zurück in Haarlem besuchten wir wieder die Stadt - Cafetrinken, Eisessen, treiben lassen. Auf dem Schiff: leckeres Abschiedsessen: Krabbencocktail, Lachs im Speckmantel, Linsensalat, Rosmarinkartoffeln. - Jetzt wurde wieder gespielt. Amsterdam fiel aus.

Freitag: Abschiedsstimmung. Eine letzte Zeit auf Deck. Wir bewunderten nochmal die schönen Häuser mit Gärten zum Wasser.und eigenen Bootsanlegern, viele Hausboote. Dann wurde gepackt und um 15.00 Uhr wurde Abschied genommen. Alle hatten eine gute Heimreise und es war trotz Wetter und Brückendefekt eine schöne Tour.

Mit vielen guten Erinnerungen
Eure Trude Kutsch