Wanderung am 12. August 2018: Einsiedlertal und Logebachtal

Die heutige Wanderung führte uns durch die zwei schönsten Täler des Siebengebirges - Einsiedlertal und Logebachtal. Der Weg entlang der eingeschnittenen Täler (sogen. Siefen) und schattenspendenden Waldrändern eignet sich selbst im Hochsommer für eine Wanderung.
Wir fuhren zur Margarethenhöhe hinauf und starteten unsere Wanderung mit der Option diese abzukürzen, wenn es uns zu warm wird. Dort schlugen wir den uns schon bekannten Weg zur Ittenbacher Wehrhütte ein, Ausgangspunkt mehrere Wanderrouten. Ein Wegweiser leitete uns in Richtung Einsiedlertal. Der Hangweg - nach seinem Ausgangspunkt 'Loewenburgerweg' genannt - schlängelt sich an Einsiederskopf und Schellkopf vorbei ins Schmelztal hinab. Possberg und Heiterscheid bilden die gegenüber liegende Talseite. Tief unten zwischen den Hängen mäandert der Einsiedlerbach in seinem Bett.

Im Unterholz kaum zu erkennende Gebäudereste ordneten wir der ehem. Grube 'Glückliche Elise' zu. Sie war eine der ältesten Erzgruben auf Bad Honnefer Gebiet. Bis ins Jahr 1868 wurden hier Erze gewonnen, zerkleinert und geschmolzen.
Nach 4,5 km erreichten wir das Schmelztal. Ein schmaler Waldpfad brachte uns mithilfe kleiner Brücken und Stege zum Parkplatz 'Ellenbruch'. Der Stensbach begleitete uns und führte uns weiter durch den Ellenbruch zum Rastplatz 'Drei Eichen'. Hier war eine längere Rast angesagt.

Unser nächstes Ziel lautete Servatiushof und Servatiuskapelle. Der leicht ansteigende Weg gewährte uns Ausblick auf den dicht bewaldeten Himberg.
Bald sahen wir in einer Waldlichtung die hübsche gelbe Servatiuskapelle stehen. Ersturkundlich wurde die Kapelle im Jahr 1581 erwähnt. Laut Pachtvertrag erwirtschaftete der Servatiushof den Unterhalt für die Kapelle. Er ist heute eine Försterei.
Nach der Besichtigungspause wanderten wir eine Kastanienallee hinab und folgten dem Wegweiser 'Logebachtal'. Der Weg, eine Treppe hinab und über die Schmelztalstrasse war ein wenig schwierig.
Aber dann lag das Logebachtal vor uns. Eine naturbelassene Wiesenlandschaft mit zahlreichen eingezäunten Pferdekoppeln. Üppige Sträucher mit Wiesenblumen und Kräutern säumten das Bachufer. Kühe ließen sich das Gras schmecken. Die Pferde des Gangpferde-Zentrums Aegidienberg standen im schattigen Unterholz oder begegneten uns bei ihrem Ausritt.

Auch wir freuten uns über den schattigen Weg. An der Schneewittchen-Hütte legten wir eine weitere Pause ein. Zu unserer Freude war die Hütte mit allerlei Märchenfiguren ausgeschmückt.
Bald bot sich ein geeigneter Weg an, um die Wanderung abzukürzen. Schattig und kühl führte er durch den Buchenwald auf den Reisberg und brachte uns zur Bushaltestelle 'Kohlstraße'. In dem Bus Linie 562 genossen wir die kurvenreiche Fahrt über die Schmelztalstraße nach Bad Honnef. Bei unserer Einkehr stärkten wir uns für unsere Heimfahrt mit der Linie 66 nach Bonn.

Gisela Schneider