Wanderung am 13.05.18   Turmhof - Gut Leidenhausen - Porz Wahn

Die Wahner Heide und der Königsforst bilden zusammen eines der größten Naturschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen. An den Zugängen wurden im Rahmen der Regionale 2010 vier Besucher - Portale eingerichtet. Jedes Heide- Portal steht unter einem anderen Motto und informiert die Besucher in diesem Bereich. Es sind die Portale Burg Wissem, Turmhof, Gut Leidenhausen und ( im Königsforst)  Forsthaus Steinbach. 
Mit dem Wunsch,  die Wolken mögen sich inzwischen ausregnen, fuhren wir von Siegburg aus mit dem Bus Linie 556 nach Rösrath. Unser Wunsch ging nicht in Erfüllung,  und die  Unverwüstlichen unter uns starteten die Wanderung in Richtung Turmhof. 
Ehemals der größte Heidehof der Region, beherbergt der Turmhof seit 2012 das Portal des östlichen Teils der Wahner Heide. Neben dem Motto "Traditionelle landwirtliche Nutzung der Heide" werden in einer Greifvogelstation verletzte Vögel gepflegt. 
Unser Weg führte uns hinaus in die offene Landschaft der Wahner Heide. Das Kinder- und Jugenddorf 'Stephansheide' ließen wir am Wegesrand liegen und durchwanderten den 'Davidsbusch'. Selbst die Frösche im Kalmusweiher hatten bei dem Regenwetter ihr Frühjahrskonzert eingestellt.
Kleine Holztafeln mit zum Teil historischen Namen wie ' Wölfchenweg ', 'Nordschneise' oder ' Obere Querschneise' halfen uns bei der Orientierung. Auf den weiten Heide- und Weideflächen stehen Buchen- oder Kiefernwald - Parzellen.  Gruppen weißstämmige Birken und blühende Ginsterbüsche waren Farbtupfer in der grauen Regenlandschaft. Der Wintersturm hatte auch hier viele Bäume umgeweht. Sie sollten uns bei Sonnenschein als Rastplatz dienen. 
Aus dem Königsforst kommend, gesellte sich der Köln- Pfad zu unserem Wanderweg.
Hier beendeten wir unsere Wanderroute durch die Wahner Heide. Wir überquerten den 'Grengeler Mauspfad ' und wurden mit einem Willkommensschild im Gut Leidenhausen begrüßt. 
Leidenhausen geht auf das 7. bis 9.Jahrh. als Hof des Besitzers Leide zurück. Im 14. Jahrh. wurde die Hofanlage erstmals als Rittergut erwähnt. 1964 übernahm die Stadt Köln den Gutshof und gestaltete daraus ein attraktives Naherholungsgebiet. 
Neben einem Wildgatter wurde eine Greifvogel - und Eulenschutzstation eingerichtet. Pferderennbahn,  Kinderspielplatz und ein Obstmuseum mit alten ursprünglich im Rheinland verbreiteten Obstsorten finden auf dem Areal Platz. In der Tenne des ehem.  Guts befindet sich das Heideportal.  In dem ehem.  Kuhstall lädt ein Kaffee zum Verweilen ein.
Wir folgten der Einladung und stärkten uns mit Kaffee, Kuchen und Pizza. Eigentlich wollten wir mit dem Ruf- Bus gemütlich nach Hause fahren. Aber Leidenhausen liegt in einem Funkloch. Es half nichts, wir mussten zum zweiten Teil unserer Wanderung aufbrechen. 
Nachdem wir den Ortsteil Grengel durchquert hatten, führte uns der Köln-Pfad in den Grengeler Stadtwald. Wir lernten einen idyllischen Erholungsraum mit zahlreichen Teichen und Rinnsalen kennen.
Auf kürzestem Weg durchquerten wir die Ortschaft Wahn und umrundeten die Burg Wahn. Die Burgmauer versperrte uns jegliche Sicht auf das Gemäuer. So wanderten wir zügig zum Bahnhof und fuhren mit der S Bahn über Siegburg nach Bonn.... und es hörte auf zu regnen.
Aber wir waren uns einig, dass auch bei Regenwetter das Wandern Spaß macht.
Gisela Schneider