Wanderung am 14. Jan. 2018:                                                       zur Eichenholzkrippe in Mehlem

Für unsere erste Wanderung in diesem Jahr fuhren wir wieder einmal zum Heiderhof hinauf. Von der Haltestelle 'Heiderhofring' aus wanderten wir durch Wiesen und Felder und fanden den Zugang zum 'Heiderhofring'. Bei kaltem, klaren Wetter hatten wir einen weiten Blick über das Marienforster Tal - vor uns das gelbe Gebäude des ehem. Kloster Marienforst und im Hintergrund den Bergfried der Godesburg.
Zunächst war der Weg nicht sehr ansprechend. Das Forstamt hatte Holz geerntet und dabei den Weg verschlammt. Zudem hat uns das Sturmtief 'Burglind' einige Fichten über den Weg gelegt. Dafür war der Wald licht und hell, und wir hofften auf ein wenig Sonnenschein. Bald gelangten wir auf einen Kiesweg. Er war leicht zu begehen und half uns bei der Orientierung.
Der Unterstand auf der Anhöhe des 'Haselingsberg' kam uns für eine Trinkpause gelegen.
Der Abstieg in Richtung Wachtberg-Pech hatte seinen Reiz durch den verwilderten Wald mit tiefen schattigen Schluchten.
Den Teilabschnitt entlang des 'Heltenbach' durchquerten wir zur Mittagszeit - endlich hatte sich die Sonne durchgewagt und schien freundlich auf uns herab.
Der Weg führte uns am alten Pecher Wasserwerk (aus dem Jahr 1930), der Kompostwerk-Anlage (in der unsere Weihnachtsbäume verwertet werden)  und einem Umspannwerk der RWE vorbei auf das Plateau des Drachenfelser Ländchen.
Wir durchwanderten die weiten Ackerflächen und Beerenobstplantagen. Johannisbeeren,  Stachelbeeren und Erdbeeren erkannten wir. Der Ausblick über das Siebengebirge auf der anderen Rheinseite begeisterte uns von Neuem.
Wir umrundeten den Ortsteil Wachtberg-Liessem. An einem alten Wegekreuz aus dem Jahr 1726 begann unser Abstieg nach Mehlem, dem Ziel unserer Wanderung. Der Feldweg ging in einen urigen Hohlweg über, an dessen Ende das so genannte Franzosenkreuz steht. In Anlehnung an das rote Kreuz nennt sich der Weg 'Rude Krüzche Weg'. Wir folgten ihm und wanderten weiter über einen Fußweg entlang des Mehlemer Bachs. Tief unten im Hang hat er sich eingegraben,  und das Wasser schoß an uns vorbei in Richtung Rheinmündung.


Wir gelangten zur Heiland-Kirche.  Auf die Weihnachtskrippe gespannt,  betraten wir das Portal. Der Künstler Albert Nadolle fertigte die 30 bis 40 cm großen Krippenfiguren in den Jahren 1980 bis 1995 an. Als Material verwendete er verschiedene schwer zu bearbeitende Eichenhölzer. Einige der 100 Figuren bestehen aus schwarzer Mooreiche,  die jahrhunderte lang im Moor lag. In naivem Stil gestaltet und mit einigen humorvollen Szenen bereichert, hat die volkstümliche Krippe ihren besonderen Wert.
Beeindruckt von der Schönheit der Krippenlandschaft und der Kunstfertgkeit des Schnitzers,  steuerten wir unsere Schlussrast an. Nachdem wir uns bei einer Tasse Kaffee aufgewärmt hatten, traten wir zufrieden unsere Heimfahrt an.

Gisela Schneider

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