Wanderung am 11. März 2018: Zur Erpeler Ley

Unsere heutige Rundwanderung starteten wir am Bahnhof Unkel.Durch die Unterführung gelangten wir in ein schmales ruhiges Tal entlang des 'Stuxberges'. Neu angelegte Weinberge und kleine Gärten säumten unseren Weg.An der unscheinbaren Burg Vilszelt trafen wir auf den Rheinsteig,  der sich gemächlich zum 142 m hohen Stuxberg hinaufzieht. Wir folgten dem Anstieg.
Eine Sonnenliege auf halber Höhe forderte uns zum Verweilen auf. Noch in leichtem Dunst machten wir auf gleicher Höhe die Apollinariskirche in Remagen aus.
Ein kleiner Wanderweg über die Stuxhöhe führte uns aus dem Wald hinaus auf ein Plateau. 'Wiesbösch ' nennt sich das weite Gebiet, und wir meinten schon einen ' grünen Hauch' über den Wiesen und Feldern zu sehen. Unübersehbar steht im Hintergrund der ' Meerberg ' mit seiner markanten Silhouette (linke Seite wie angeknabbert). Er ist einer der großen Basalt- Steinbrüche auf der Linzer Höhe.
Wir wanderten an der Ortschaft Orsberg vorbei.  Pferdekoppeln und Baumschulen für Nadelhölzer wechselten am Wegesrand ab, bis wir nach einem Waldstück namens 'Fuchshülle' auf dem Plateau der Erpeler Ley standen.
Durch den Basaltabbau bis in das Jahr 1906 hinein hat das Bergmassiv an Höhe verloren. Es misst noch 191 m. Im Jahr 1941 wurde es unter Naturschutz gestellt. 
Wir legten eine längere Mittagspause ein - es gab halt viel zu sehen.
Der Dunst hatte dich verzogen und ließ den Blick über das Rheintal bis hin zu Eifel und Brohltal zu. Vor uns die große Rheinschleife mit schweren Frachtkähnen, auf der anderen Rheinseite Remagen mit der Apollinariskirche,  die Goldene Meile,  sogar das Mahnmal 'Schwarze Madonna ' konnten wir ausmachen. Auf der hiesigen Uferseite zieht sich die Stadt Linz den Berg hinauf, und zu unseren Füssen liegen die Ortschaften Erpel und Unkel. Inmitten stehen die Pfeilerreste der ehem. Ludendorff- Brücke.
Das Holzkreuz auf der Erpeler Ley wurde im Gedenken an die Opfer bei der Zerstörung der Brücke in den Kriegsjahren 1944/45 errichtet.   
Zum Schluß betrachteten wir einen Gedenkstein.  Er erinnert an die Rheinüberquerung des Grafen Zeppelin im Jahr 1909 mit seinem ersten lenkbaren Luftschiff. 
Unser Rückweg führte uns an der Ortschaft Bruchhausen vorbei. Über einen unscheinbaren Wiesenweg fanden wir den Einstieg in das 'Hähnerbachtal'. In steten Auf und Ab schlängelt sich ein schmaler idyllischer Weg durch einen Buchenwald. Stets begleitet vom Hähnerbach,  der sich tief in das Gestein eingegraben hat. An einer Wegegabelung folgten wir einer abzweigenden Wasserrinne. Schnell schoß das Wasser an uns vorbei,  um am Fuß des Stuxberges als Wasserfall in ein gemauertes Steinbecken zu stürzen. Hier, in der 'Unkeler Schweiz',  stand ehem. die 'Urbachsmühle '. 
Wir überquerten die Bundesstraße über eine Holzbrücke und durchwanderten die historische Stadt Unkel mit ihren vielen hübschen Fachwerkhäusern. In einem netten Kaffee hatten wir uns zur Schlussrast angemeldet. Blieb anschließend nur noch der Weg zum Bahnhof und die Heimfahrt. 
Gisela Schneider