STADTRUNDGANG

 

20.04.2022

Am Mittwoch ,den 20.04.22 trafen sich 10 Mitglieder von Tat und Rat am Eingang des Alten Friedhofs an der Bornheimerstr.

 

Bei angenehmen Wetter führte uns Frau Schneider durch das Friedhofsgelände, das durch eine Mauer vor dem Verkehr der umliegenden Straßen geschützt ist.

 

Das Gelände wurde auf Anweisung des Kurfürsten Josef Clemens1725 als Friedhof ausgewiesen.

Die innerstädtischen Friedhöfe neben den Pfarrkirchen waren nicht mehr ausreichend.

 

Erst wurden nur ärmere Leute dort bestattet.

Das änderte sich erst 1784 als es allgemeine Begräbnisstätte wurde.

Dann kümmerte man sich auch um die Verschönerung der Anlage.

Unter anderen hatte sich auch der Bonner Gartenarchitekt Josef Peter Lenne daran beteiligt.

Noch heute ist die Anlage eine Ruheinsel in dem Stadtverkehr.

Mehrere Bäume sind über 150 Jahre alt.

 

Als das Rheinland zu Preußen kam, ließen diese eine Universität errichten.

Darauf hin entfaltete sich das bürgerliche Leben in der Stadt.

 

Viele der Universitätsprofessoren wurden in Bonn beigesetzt.

Die Musik ist mit dem Grab Schumanns und der Mutter Beethovens vertreten.

 

Die Gräber sind Ewigkeitsgräber. Soweit noch Angehörige da sind, werden die Gräber von diesen gepflegt.

Um einige Grabstätten kümmert sich die Universität, wieder andere pflegt die Stadt.

Als Bürger kann man eine Grabpatenschaft erwerben mit der man sich verpflichtet, das Grab zu pflegen.

Später kann man dort beigesetzt werden.

 

Bekannte Namen aus letzter Zeit sind Mildred Scheel und Norbert Blüm.

Zum Schluss besuchten wir noch die Georgskapelle. Sie ist aus dem 13. Jahrhundert.

Ihr Original Standort war die Kommende in Oberkassel.

Die Kapelle wurde Stein für Stein nach Bonn versetzt.

 

Es war ein aufschlussreicher Spaziergang durch die Bonner Geschichte.

 

Nächster Stadtrundgang ist am 25.05.220.

 

Ihre Trude Kutsch