Fahrradtour am Freitag, den 06. Mai 2022

 

Rechtsrheinische Parklandschaften

 

Zwischen Leverkusen und Bonn gibt es in Rheinnähe oder direkt am Rhein einige sehenswerte Garten- und Auenlandschaften. Diese haben wir auf der Tagestour, die am Bahnhof Leverkusen-Mitte begann und über den Rheinuferradweg zunächst bis Porz-Zündorf führte, genauer angeschaut:

Unsere erste Station war der Japanische Garten am Stadtrand von Leverkusen. Reizvoll an diesem Garten ist das Farbenspiel der Pflanzenwelt, das nahezu das ganze Jahr über Saison hat. Dafür sorgen die unterschiedlichsten Gewächse aus einheimischen und exotischen Pflanzen. So gibt es neben Gräsern, japanischem Goldahorn, Chrysanthemen, Kamelien und Kirschbäumen auch Mammutbäume. Darüber hinaus wurden auf dem Gelände kleine Teiche und Wasserspiele angelegt. Attraktionen sind die Mikadobrücke, das Teehaus im chinesischen Baustil und japanische Skulpturen.

Weiter radelten wir über den Rheindamm Richtung Köln-Deutz. Das direkt am Rhein gelegene einstige Schloss Stammheim samt Park zählte zu den bedeutendsten barocken Schlossanlagen im Rheinland. Die Gebäude wurden 1944 durch Bomben zerstört und nicht wiederaufgebaut. Erhalten blieb jedoch der Park mit der markanten Lindenallee sowie seinen zahlreichen Baumarten. Manche der Bäume sind mehr als 200 Jahre alt. Auf dem gesamten Gelände befinden sich ganz unterschiedliche Kunstexponate und Skulpturen, die das Parkensemble optisch bereichern.

Nächstes Ziel war der Kölner Rheinpark, 1957 und 1971 Bundesgartenschaugelände. Dieser wurde mit ineinanderfließenden Teilräumen, wie zum Beispiel einem Rosengarten, einer Auenlandschaft, einem großzügigen Spielplatz oder dem Veranstaltungsort Tanzbrunnen, gestaltet. Die bereits für April dieses Jahres geplante Eröffnung des aufwendig sanierten Rheinauencafés verzögert sich weiter. So gab es im Park leider keine Kaffeepause. Dafür konnten wir uns mit Tulpenzwiebeln eindecken, die der Städtische Gartenbetrieb zurzeit kostenlos an Besucher und Besucherinnen abgibt.

Weiter ging es wir auf der Rheinuferpromenade mit schönem Blick auf die Kölner Altstadt mit dem Dom und den Kranhäusern ins Landschaftsschutzgebiet Poller Wiesen. Das weitläufige Gelände ist ein beliebtes Ausflugsziel. Dort machten wir Rast im Poller Fischerhaus.

Danach erreichten wir das Erholungsgebiet Westhovener Aue. Das Gelände war zuletzt als Kaserne genutzt worden: Nach dem Rückbau der Anlage wurde die entstandene Brachfläche in den rechtsrheinischen Grüngürtel einbezogen und dient u.a. dem Hochwasserschutz. Über die Rheinpromenade bei Porz radelten wir zum Marktplatz in Zündorf vor der Freizeitinsel Groov und gönnten uns hier die wohlverdiente Kaffeepause.

Danach führte die Route auf Fahrradstraßen und Wirtschaftswegen durch die Felder und ein Golfplatzgelände über Libur und Kriegsdorf zur Eschmarer Mühle auf den Siegdamm und weiter zurück nach Bonn.

(Ulrike Wahsner/ Fotos von U. Wahsner und Teilnehmerinnen)