Wanderung am 21.08.22         Durch den Königsforst

 

Der Königsforst ist ein dichtes, 25 qkm großes Waldgebiet östlich von Köln am Rand des Bergischen Landes und mit direkter südlicher Anbindung zur Wahner Heide.

Ursprünglich war der Königsforst ein Bannwald, der zum Krongut der Frankenkönige gehörte. Nach mehrfachem Eigentümerwechsel ging der Königsforst in das Eigentum der Stadt Köln über und ist seit der Jahrtausendwende teilweise als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Dichter Baumbestand, breite befestigte Wege und ein gut mit Namen versehenes Wegenetz (das an das gradlinige Wegesystem im Jagdrevier unseres Kurfürsten im Kottenforst erinnert) ermöglichen Wander- und Radfahr-Routen in ruhiger Umgebung. 

Natürliche kleine Bäche mäandern im Unterholz und bilden verwunschene Rastplätze an Ufern und Weihern.

In einstündiger Fahrt war unser Ziel, der Königsforst leicht zu erreichen: Ab Bhf Beuel mit dem Rhein- Erft- Express zum Flughafen Köln Bonn und dem Bus Linie 423 in Richtung Rath/ Heumar.

Anschließend zeigte uns das Symbol des 'Köln Pfad' den Weg in das dichte Waldgebiet. 

Der 'Rather Weiher' am Wegesrand wird  vom aufgestauten 'Sellbach' gespeist. Mit großzügiger Sitzgruppe und einem eindrucksvollen Findling ist der Rastplatz ein lohnendes Ziel - oder man umrundet den Weiher auf einem verwunschenem Trampelpfad - Wir entschieden uns für beides. 

Der Richtungsweiser 'Monte  Troodelöh' machte uns neugierig, und wir folgten ihm zu einer leichten Erhebung hinauf. Die Gipfelmarkierung ist ein Findlingsblock aus Quarzit, professionell mit bronzenem Namensschild und Gipfelbuch. 

So wie der 'Paffelsberg' (195 m ü.NN) im Ennert als höchste Erhebung des Stadtbezirks Bonn gilt, ist der 'Monte Troodelöh' (118 m ü.NN) im Königsforst als höchste Erhebung des Stadtbezirks Köln amtlich anerkannt. 

Der kuriose Name des markanten Punktes ergab sich aus den Anfangsbuchstaben der Namen der städtischen Angestellten, die im Jahr 1999 die Vermessung durchführen : TROOst -DEdden - LÖHmer.

Nach 'respektvoller' Betrachtung und Eintragung in das Gipfelbuch wanderten wir in leichtem Auf und Ab den 'Wolfweg' entlang. Der 'Wolfsweg' ist der Grenzverlauf zum Stadtbezirk 'Bergisch Gladbach'. 

Wir streiften die Naturwaldparzelle 'Großer Steinberg'. 

Ein besonderes Highlight an diesem Weg ist eine Wassertretstelle. Von großem Spektakel begleitet planschten  Kinder im Wasserbecken. Wir freuten uns über die vielen Sitzplätze im Schatten der Bäume. - Eine idyllische sonntägliche Atmosphäre - 

Wir verließen den Königsforst auch wieder über den 'Köln Pfad '.

Ein schmaler Wanderpfad führte uns durch das 'Naturschutzgebiet Krumbach' nach Rösrath-Kleineichen. Der Name des 'Landgasthaus Heideblick' erinnert an die Zeit, als die umstehenden Bäume noch niedrig waren. 

Aber die Schlussrast in einem Gasthauses inmitten eines Buchenwaldes bleibt uns als schöne Erinnerung. 

Mit dem Bus Linie 423 und dem RB 27 fuhren wir zum Bhf Beuel zurück und trennten uns für die verschiedenen Heimwege.

 

Gisela Schneider