Wanderung am 08.08.21

Durch das Pleiser Hügelland

 

Für unsere heutige Wanderung hatten wir uns die schönsten Streckenabschnitte des Themenwanderweges 'Kapellenschleife 3' zusammengestellt.

Wir fuhren mit den Linien 66 und 521 über Königswinter nach Ittenbach - Gräfenhohn.

Ittenbach - direkt an der Ausfahrt der A3 liegend- ist ein Ortsteil von Königswinter am östlichsten Rand des Siebengebirges und gleichzeitig der Übergang in das Pleiser Hügelland.

Ein Kunstobjekt - das 'Tor zum Siebengebirge' - schmückt den Kreisel zur A3. Die Skulptur besteht aus sieben unregelmäßig ineinander gestellten Metall- Bögen. Jeder Bogen symbolisiert eine der bekanntesten Siebengebirgshöhen. Wobei der höchste Bogen 'Oelberg' 5m hoch ist.

Wir überquerten die A3 zum 'Wanderparkplatz Grafenbusch' und folgten der Wegemarke der 'Kapellenschleife' durch den Wald hinab in Richtung Laubachtal. Nach dem Verkehrslärm der Autobahn herrschte hier wohltuende Ruhe.

Bald näherten wir uns dem Laubach, der sich tief unten in einem Kerbtal seinen Weg sucht, um erst die Hüscheider Fischteiche zu speisen und anschließend in den Pleisbach zu münden.

In Nonnenberg trafen wir auf die gleichenamige Straße (L 143) und folgten ihr zur 'Verladestation Nonnenberg'.

Zu der Verladestation mit hoch aufgeschichteten Splitt - und Schotterbergen, sowie einem Transportband hinauf zum 'Hühnerberg' fanden wir eine Erklärung.

Inmitten des dicht bewaldeten 'Naturschutzgebiet Hühnerberg' liegt ein Steinbruch, in dem seit dem Jahr 1904 (mittlerweile unter strengen Naturschutzbedingungen) Basalt abgebaut wird. Der 'Steinbruch Hühnerberg' ist der einzig noch aktive Steinbruch in der Region.

Jedes Jahr werden 1,2 - 1,4 Millionen Tonnen Gestein losgesprengt, zerkleinert und in Kasten- Seitenkippen über eine 1,2 km lange Bremsbahn hinab zu der Verladestation in Nonnenberg transportiert.Dort wurde das Gestein bis zu deren Einstellung mit der Rhein- Sieg- Eisenbahn abtransportiert. Heute fahren LKWs.

Wir überschritten eine kleine Brücke in das Quirrenbachtal. Weite Wiesenflächen, Weiden und kleine Obstbaumparzellen säumen den Uferweg.

Die Kapelle 'Kreuzerhöhung' in Quirrenbach ist eine Station auf der 'Kapellenschleife 3'. Die Kapelle wurde im Jahr 1894 in romanischem Stil aus dem Basalt des Hühnerbergs erbaut.

Am Fuß des Hühnerbergs durchwandern wir die gleichnamige Ortschaft.

Ein Rastplatz mit außergewöhnlichem Ausblick auf das Siebengebirge verleitete uns zu einer zusätzlichen Rast.

Wir querten das Förderband und bestaunten in einem Gehege weiße Rehe in einem Rudel.

Der Wanderweg durch den Geisterbusch hinab in das Pleisbachtal zeigte sich als äußerst schwierig.

Nach den Regenfällen und von Hobbyreitern und Mountainbikern aufgewühlt, waren die Wege kaum begehbar.

Wohlbehalten erreichten wir das Pleisbachtal. Der Wanderweg entlang des Pleisbachs erfolgt auf der ehemaligen Trasse der Rhein - Sieg-Eisenbahn nach Oberpleis, dem Zentrum des Pleiser Hügellandes.

Wir hatten unser Ziel erreicht und steuerten nach der gewohnten Schlußrast den Busbahnhof an. Mit dem Bus Linie 520 und der Linie 66 fuhren wir nach Bonn zurück.

Gisela Schneider