Fahrradtour am 9. September 2022

Vom Rhein zum Kottenforst

 

 

Auf einer Waldfläche im Kottenforst wird mit dem Kunst- und Naturprojekt „wald.anders.denken“ auf das Waldsterben infolge des Klimawandels und auf die Bedeutung unserer Wälder für das Wohlbefinden der Menschen und des Planeten Erde aufmerksam gemacht. Dieses Projekt wollten wir uns näher anschauen.

Vom Treffpunkt unterhalb der Bonner Oper führte die Route durch die Rheinaue ins Godesberger Zentrum, weiter durch das Marienforster Tal und entlang der Pecher Straße bis kurz vor Meckenheim. Hier bogen wir in den Kottenforst ab und gelangten über den Communikationsweg, Professorenweg und den Gudenauer Weg zu unserem Ziel.

Der Fichtenwald, der sich an der Venner Allee befand, ist infolge Borkenkäfer- fraß und Trockenheit abgestorben. Davon zeugen Baumgerippe, vor denen der Schriftzug „Zeitenwende“ prangt. Es wird deutlich, dass sich der Klimawandel nicht immer nur „woanders“ ereignet, sondern längst bei uns angekommen ist. Die Stahlskulptur „Engel der Kulturen“ des Künstlerpaares Merten lädt den Besucher zum Verweilen an dem Ort und zur Auseinandersetzung mit dem Thema Wald und Umwelt ein. Der Mensch muss sein Handeln verändern, aufhören die Umwelt zu zerstören und sich für eine nachhaltige Lebensweise entscheiden.

Seit Bestehen des Projektes im Jahr 2020 finden an der Fläche eine Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen, Aktionen mit Schulklassen, Waldführungen und wechselnden Ausstellungen statt. Auf der ehemaligen Kahlfläche regt sich bereits neues Leben. Förster haben insgesamt 16 Baumarten, z.B. Elsbeere, Vogelkirsche oder Hainbuche in kleinen Gruppen gepflanzt, die das Potential haben könnten, sich den Folgen des Klimawandels anzupassen.

Nach dem Aufenthalt radelten wir weiter zum Haus der Natur an der Waldau und versorgten uns beim Kiosk mit Getränken und Speisen.

Zurück nach Bonn führte die Route an der Uniklinik vorbei über den Gieveningsweg und über die Annaberger Straße bergab nach Dottendorf bis zum Radweg an der Bahnlinie.

 

(Ulrike Wahsner)