Vorsorge / Betreuung

- Im Alltag wird das Wort „Betreuung“ oft falsch verstanden und mit einer sozialen Betreuung verwechselt. -

"Wir Älteren und Alten müssen uns damit befassen, wie es mit uns weiter geht, wenn die Kräfte nachlassen oder geschwunden sind. Keiner denkt gern daran, aber wir wissen nicht, welches Schicksal wir erleiden werden."
Betreuungsrecht, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht
- das sind wichtige Themen, mit denen wir uns befassen sollten, bevor wir es nicht mehr können. Denn wir wissen nicht, welches Schicksal uns bevor steht. Hier geht es zu weiter führender Information - gut lesbar!


Betreuungsrecht, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht - das sind wichtige Themen, mit denen wir uns befassen sollten. Denn niemand von uns weiß, welches Schicksal uns bevor steht.

Wenn man sich damit befasst hat, kann man zwar nicht schwere Schicksalschläge abwenden. Aber jeder kann seine Absichten und Verfügungen für diesen Fall niederlegen. Ohne solches Voraus-Denken würden wir nur den Kopf in den Sand stecken - das ist jetzt leicht, später aber womöglich bitter.

Die Broschüre (pdf-Datei) Betreuungsrecht gibt einen sehr guten Überblick und erläutert in sehr praktischer und verständlicher Weise die rechtlichen Fragen und Probleme für schwierige Lebenslagen.

 

Die folgenden Texte stammen vom "Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz" (BMJV):

Rechtzeitige Vorsorge macht eine selbstbestimmte Lebensführung möglich, auch für die Lebenslagen, in denen man seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann. Mit Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung kann jeder schon in gesunden Tagen vorausschauend für die Wechselfälle des Lebens vorsorgen.

Mit der Vorsorgevollmacht kann man einer anderen Person die Wahrnehmung einzelner oder aller Angelegenheiten für den Fall übertragen, dass man die Fähigkeit selbst zu entscheiden einbüßt. Der Bevollmächtigte kann dann handeln, ohne dass es weiterer Maßnahmen bedarf. Das Gericht wird nur eingeschaltet, wenn es zur Kontrolle des Bevollmächtigten erforderlich ist. Die Vorsorgevollmacht ermöglicht so ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit.

Mit der Betreuungsverfügung kann jeder schon im voraus festlegen, wen das Gericht als Betreuer bestellen soll, wenn es ohne rechtliche Betreuung nicht mehr weitergeht. Genauso kann bestimmt werden, wer auf keinen Fall als Betreuer in Frage kommt. Möglich sind auch inhaltliche Vorgaben für den Betreuer, etwa welche Wünsche und Gewohnheiten respektiert werden sollen oder ob im Pflegefall eine Betreuung zu Hause oder im Pflegeheim gewünscht wird.

In der Patientenverfügung kann man vorab über das Ob und Wie medizinischer Maßnahmen entscheiden. Wer nicht möchte, dass andere über die medizinische Behandlung entscheiden, wenn man selbst dazu nicht mehr in der Lage ist, kann durch Patientenverfügung festlegen, ob bei konkret beschriebenen Krankheitszuständen bestimmte medizinische Maßnahmen gewünscht oder nicht gewünscht sind. Dank einer fraktionsübergreifend unterstützten Initiative ist die Patientenverfügung seit September 2009 gesetzlich verankert.