Erker


Im frühen Mittelalter dienten die an den Mauern angebrachten „Wehrerker“ zur besseren Sicht nach den Seiten und damit zur wirksamen Bekämpfung der Angreifer. 

Auch als Aborterker mit nach unten offener Aussparung dienten die angesetzten „luftigen“ Bauwerke. 

Erst später nutzte man den „Stubenerker“ zur Erweiterung der Wohnfläche und zur Verbesserung der Belichtung für die Innenräume.

Schließlich wurde der Erker zu einem künstlerischen Element der architektonisch gestalteten Fassaden weiter entwickelt. 

So begegnet der Erker uns heute oft in den Gebäuden im Stil der Renaissance und in sogenannten Nobelvierteln aus dem 18. und 19. Jhdt.

In der Südstadt in Bonn trifft man auf aufwendig gestaltete schöne Beispiele.