Bericht über unsere Kurz-Reise nach Wittenberg

 

1. Tag, Freitag 28.08.2020: Anreise und Cranach-Höfe Wittenberg

7:15 Uhr Uhr: Abfahrt in Bonn nach Wittenberg

Wie bisher immer waren die Mitglieder von T&R pünktliche Reisende. 26 Teilnehmer hatten sich für diese Reise angemeldet. Trotz des pünktlichen Starts mussten wir als erstes umdisponieren: Wir konnten nicht zum Hotel sondern waren kurz vor 16:00 Uhr an den Cranach Höfen. Lucas Cranach d.Ä. und sein gleichnamiger Sohn waren nicht nur geniale Maler ihrer Zeit sondern führten auch eine Malwerkstatt um so die Aufträge schneller ausführen zu können. „Schnellmaler“ war einer ihrer Titel.

Des Weiteren waren sie Drucker, besonders für ihren Freund Martin Luther druckten sie Bibel-Ausgaben und Flugblätter. Eine originale Druckerpresse wurde uns gezeigt.

Erst nach der Führung konnten wir unsere Zimmer im Luther-Hotel beziehen und um 18:30 Uhr unser Abendessen am Grillbuffet einnehmen.

 

2. Tag, Samstag, 29.08.2020: Stadtführung Wittenberg, Landschaftspark Wörlitz, Abendessen Wittenberger Brauhaus

Um 9:00 Uhr begann nach dem Frühstück der geführte Stadtrundgang in Wittenberg vom Lutherhaus bis zur Schlosskirche. Unser Fremden-Führer, Theologe und Lehrer, führte uns durch die Altstadt zur alten Universität, über den Markt und zur Stadtkirche, weiter zum Schloss und zur Schlosskirche. Nach dieser sehr guten, mit Anekdoten gewürzten Führung blieb noch genug Zeit um die original Cranach Bilder im Altar der Stadtkirche zu bewundern.

Um 13:45 Uhr fuhren wir ab Schlosskirche nach Wörlitz. Der Wörlitzer Landschaftspark ist UNESCO-Welterbe Stätte.

Um 14:30 Uhr begann unsere Führung durch den Landschaftspark von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, der von Beginn an für die Bevölkerung und nicht nur für den Fürsten geplant war. Da der Park sehr weitläufig ist, wurden wir mit 3 Gondeln mit jeweils 9 Personen durch die Kanäle gefahren und konnten, ohne laufen zu müssen, die Sichtachsen erkennen.

Auf der Rückfahrt nach Wittenberg machten wir einen Stopp am Aussichtspunkt „Ferropolis“ am Gemminger See, einer ehemaligen Braunkohle-Abbaustätte. Hier wurde auf einer Halbinsel im See eine Arena für 25.000 Besucher angelegt wobei den Hintergrund 5 riesige begehbare Braunkohlebagger bilden. Leider war hier ein Wohnmobil Platz so angelegt worden, dass man nicht mehr an den Aussichtspunkt kommen konnte.

Um 18:30 Uhr waren wir zum Abendessen im Restaurant Wittenberger Brauhaus angemeldet. Unser vorbestelltes Abendessen wurde uns im Innenhof serviert. Da wir etwa 8,5 Km. gelaufen waren, tat der schöne Abend im Innenhof des alten Hauses gut.

 

3. Tag, Sonntag, 30.08.2020 Merseburg und Heimreise

Nach dem Frühstück im Hotel fuhren wir um 8:30 Uhr nach Merseburg.

Unser Stadtführer erwartete uns um 10:30 Uhr am Parkplatz in Merseburg „Von Raben und Zaubersprüchen“ war sein Thema, wobei die Raben sich auf das Stadtwappen bezogen. Zwei Raben werden auch heute noch am Schloß in einer Voliere gehalten. Das Schloß ist heute Museum und Landratsamt. Pünktlich um 12:00 Uhr übernahmen wir unsere Audioguides zum Besuch des Merseburger Doms inkl. Domschatz und Kapitelhausgarten. Im Domschatz wurden die „Merseburger Zaubersprüche“ eines der wenigen Schriftstücke in althochdeutscher Sprache die noch existieren gezeigt.

Um 14:00 Uhr starteten wir unsere Rückreise nach Bonn, die durch Stau und zähen Verkehr doch sehr lange dauerte.

Fazit: Trotz Corona war die Kurzreise möglich, zwar leicht eingeschränkt aber doch abwechslungsreich.