Reisebericht 26.4. - 28.4.2015

 

Kulturschätze und guter Wein - an Saale und Unstrut

 

Am Sonntag, den 26.4. brachte uns unser Bus ohne Stau nach Freyburg an der Unstrut.

Auf der Neuenburg wurden wir in der Burggaststätte erwartet und, da wir vorher die Menüwahl durchgegeben hatten, lief auch das Mittagessen wie am Schnürchen.

Es folgte eine Führung durch diese größte Burg der Landgrafen von Thüringen auf der auch die Hl. Elisabeth lebte. Besonders die Doppelkapelle, deren oberer Teil auch auf Elisabeth zurückgeht, setzte uns in Erstaunen. Im Gewölbe der Burg gab es dann eine erste Weinprobe, mit viel Humor von zwei Damen präsentiert. Vor allem ein "Grauer Burgunder" Weißwein und ein Spät-Burgunder Rotwein stachen heraus.

Unser "Berghotel zum Edelacker" lag nur wenige 100m vom Schloss entfernt und so war der "Check In" kein Problem. Das angebotene Buffet im Speisesaal über den Weinbergen war vorzüglich und der heimische Wein, von dem wir jetzt schon etwas wussten, machten diesen Tag rund.

Nach dem wir am Montag das üppige Frühstücksbuffet gewürdigt hatten, fuhren wir die 40Km nach Naumburg. Hier erwartete uns unser Führer am Parkplatz bei leichtem Nieselregen. Die Altstadt, die in den letzten 20 Jahren komplett restauriert wurde, bot nicht nur das Nietzsche Haus. Am Dom erwartete uns unser Dom-Führer der sein umfassendes Wissen in besonders angenehmer Form uns präsentierte. Dabei war über den "Meister von Naumburg" so viel zu berichten, dass wir den Besuch der Dom-Schatzkammer auslassen mussten. Im Westchor des Domes besuchten wir die Stifter des ersten Doms, Uta und Ekkehard und ihre Verwandten.

Das Mittagessen wurde uns auf der Rudelsburg serviert. Hier entstand das Lied "An der Saale hellem Strande .." und die schönen Blicke ins Saaletal machen klar, warum es hier die Inspiration dazu gab.

Nur wenige Produkte haben sich erfolgreich aus der DDR in die neue Zeit gerettet. "Rotkäppchen Sekt" gehört dazu. So haben wir die alten Produktionsanlagen und die Riesenfässer besichtigt und verschiedene Sekt-Sorten probiert. Der Führer durch die Anlage, ein ehemaliger Mitarbeiter, würzte das Ganze mit entsprechenden Geschichten.

Am "Herzoglichen Weinberg" lag der Gasthof in dem unser Abend geplant war. Eine "Winzerplatte" (nur wenige haben sie aufessen können) bildete die Grundlage für den sehr guten Wein. An der langen Tafel war es laut und gemütlich.

Der Dienstag brachte dann den angekündigten Regen und so wurde der Besuch im an sich sehr schönen Städtchen Freyburg sehr gekürzt. Dadurch, wenn auch nicht so gewollt, waren wir, trotz hohem Verkehrsaufkommen, pünktlich zu Hause.

 

21 Teilnehmer waren eine nette, überschaubare Gruppe. Aber, so hoffen wir, auch Anstoß

 

über diese sehr gelungene Tour zu reden und so weitere Mitglieder zur Teilnahme anzuregen.