Wanderung am 16.08.20 Zur Steinbachtalsperre

Der Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung war die Ortschaft Stotzheim. Stotzheim ist Euskirchens größter eigenständiger Stadtteil und ein Haltepunkt der Erfttalbahn (Euskirchen--Bad Münstereifel). 

Das bedeutete für uns, daß wir die lange Fahrt mit der S 23 von Bonn über Euskirchen nach Stotzheim in Kauf nehmen mussten.

Schon am Bahnhof Stotzheim trafen wir auf den Jakobsweg, der uns durch die Ortschaft und später in leichtem Anstieg durch den Hardtwald bis zur Hardtburg führte.

Eifelvereinsweg und Römerkanalwanderweg übernahmen nun die Führung zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten.

Eine dichte Hecke und der wasserführende Burggraben umgeben die Ruine der Hardtburg. Noch heute zeugen Reste des Bergfrieds, der Vorburg und der Ringmauer von einer wehrhaften mittelalterlichen Festung. Im Jahr 1205 erbaut, war die Kernburg schon im 18. Jahrh. ruinös.

In der gut erhaltenen Vorburg ist heute eine staatliche Revierförsterei ansässig. In den Sommermonaten beanspruchen Dolen den wegen Baufälligkeit gesperrten Bergfried für ihre Brutgeschäfte.

Wir passierten das Hubertuskreuz, ein 230 Jahre altes restauriertes Wegekreuz und wanderten weiter in Richtung 'Alter Burgberg'. Der Wegweiser 'Ringwall' weist auf das Gelände eines keltischen Ringwalls aus der jüngeren Steinzeit (2. und 1. Jahrh. vor Chr.) hin, auf dem auch das Rhein. Landesmuseum Ausgrabungen vornahm.

Wir strebten das weiße Holzkreuz an, das weit sichtbar am Hang des 'Alten Burgberg' steht. Von den Bänken aus bot sich bei schönem Sommerwetter ein herrlicher Ausblick über das Erfttal mit der Ortschaft Kreuzweingarten an. Das Radioteleskop Effelsberg und der eigenwillige Bau der 'Bruder Klaus Kapelle' ließen sich in der Ferne ausmachen. Eine Info-Tafel weist auf die römische Wasserleitung hin, die in unmittelbarer Nähe in 5 m Höhe und 550 m Länge das Erfttal überspannte.

Im Zick Zack wanderten wir den 'Alten Burgberg' hinab.

Der Spazier- und Fahrradweg entlang der Erfttalbahn und später der munter plätschernden Erft führt nach Kirspenich. Im Vorübergehen betrachteten wir die hübsche Burg Kirspenich. Sie ist Privatbesitz.

Am Wanderparkplatz 'Eichelkamp' tauchten wir wieder in tiefen Wald ein. Die Wanderhütte 'In den Stöcken' versprach uns den letzten Abschnitt zur Steinbachtalsperre mit 2 km.

Die Geschichte der Steinbachtalsperre begann im Jahr 1920. Der Steinbach wurde auf Drängen der Euskirchener Tuchmacher (die für ihre Produktion viel Wasser benötigten) auf 1km Länge und 17,4 m Tiefe angestaut.

Heute dient dieses Idyll mit Schwimmbad, Spielplatz und Gastronomie nur noch der Freizeitgestaltung.Lehrreich ist der naturkundliche Rundweg, auf dem heimische Flora und Fauna erklärt wird.

Ziel erreicht!

Inzwischen hatten sich am Horizont Gewitterwolken aufgetürmt und das ferne Donnergrollen war nicht zu ignorieren. Deshalb verzichteten wir auf den Seerundgang und schlossen auf dem Gelände des Brauhauses unsere Wanderung ab.

Die Gastronomie war wegen des Pächterwechsels geschlossen. Aber die nette Dame im Kiosk nebenan versorgte uns zu unserer Zufriedenheit mit Kaffee und Erfrischungen.

Am PKW- Parkplatz warteten wir auf den Bus der Linie 870. Wir fuhren nach Kuchenheim und hatten direkten Anschluss an die S 23 nach Bonn.

Gisela Schneider