Vom Stenzelberg nach Rhöndorf am 14.06.20

 

Als Einstieg zu unserer heutigen Wanderroute hatten wir den Wanderparkplatz 'Im Mantel' in Heisterbacherrott ausgesucht.Die S-Bahn 66 und der Bus Linie 520 brachten uns dort hin.

Der durchgehend schattige Waldweg unserer Wanderstrecke versprach eine erholsame Wanderung.

Für den ersten Abschnitt unserer Tour wählten wir den 'Beethoven - Wanderweg'. Diesen Themenwanderweg hat die Stadt Bonn zur Huldigung Ludwig v. Beethovens als Naturfreund anlässlich seines 250sten Geburtstags in diesem Jahr ausgewiesen.

 

In leichtem Anstieg wanderten wir den Stenzelberg - Rundweg hinauf. Eine besondere Stimmung umflog uns in der Umgebung abenteuerlich geformter Steinsäulen, deren Entstehung uns bald erklärt wurde :

Bei dem 287 m hohen Stenzelberg handelt es sich geologisch um eine Quellkuppe aus dem Vulkangestein Latit. Das aufsteigende Magma erreichte hier nicht die Erdoberfläche, sondern blieb im umgebenden Deckgestein aus Tuff stecken. Der weiche Tuff wurde später durch Erosion abgetragen und damit das härtere Latit freigelegt. Vom 11. Jahrh. an bis in das Jahr 1930 wurde der Stenzelberg als Steinbruch genutzt. Eine Besonderheit sind die senkrecht stehenden Säulen aus zerklüfteltem Gestein, sogenannte 'Umläufer'. Sie wurden aufgrund ihrer mangelnden Qualität von den Arbeitern stehenden gelassen.

Wegen der vielfältigen Flora und Fauna ist diese markante Vulkanruine unter besonderen Naturschutz gestellt.

Beeindruckt wanderten wir auf dem BTHVN-Weg weiter - am Einkehrhaus vorbei - entlang der Rosenau - zum Froschberg.

Hier verließen wir den Themenwanderweg und wanderten über das 'Margarethen - Kreuz' hinweg und zum 'Lohrberg - Rundweg' hinauf.

Der Lohrberg ist mit seiner Höhe von 433 m einer der sieben hohen Berge des Siebengebirges. Die Besonderheit des Lohrbergs liegt darin, daß er aus sieben einzelnen bewaldeten Kuppen besteht.

Ein markanter Aussichtspunkt auf unserem Weg ist der 'Drei -Seen - Blick' auf dem 'Erpeltalskopf'. Mehrere Bänke und die 'Wilh. Spiritus Schutzhütte' laden zum Verweilen ein. Von einer Höhe von 383 m schaut man auf die Rheinschleifen, die zwischen Breiberg, Drachenfels und Petersberg zu sehen sind. Ein Bild als wären es drei eigenständige Seen!

Wir setzen unseren Weg fort und gelangten über die 'Merkershöhe' zu der verwirrenden Wegekreuzung am 'Löwenburger Hof'.

Wir wählten den wiederum bequemen Weg zu den Breibergen. Vor dem anstrengenden Anstieg fanden wir einen Abzweig zum 'Annatal' hinab. Das Blätterdach der Bäume und das Feuchtgebiet des 'Möschbach' brachten uns angenehme Kühle.

 

'Heisemicher Hütte' und 'Eulenhardthütte' liegen an dieser Wanderstrecke und laden zu kleinen Trinkpausen ein.

 

Ein schmaler verschlungener Abkürzungsweg führte uns nach Rhöndorf. Hier, in der Dorfmitte mit 'Ziepchenplatz' und schmucken Fachwerkhäusern beendeten wir unsere Wanderung mit der Schlußrast.

 

 

 

Die S Bahn 66 brachte uns am Ende eines gelungenen Wandertages nach Bonn zurück.

 

Gisela Schneider