Bericht über unsere Tagestour ins Freilichtmuseum Kommern  19.4.2017


Pünktlich (wie bei Tat & Rat üblich) waren wir von Beuel wie auch von Bonn mit 37 Teilnehmern unterwegs. Um 8:30 Uhr waren es 4° Cel. Kalt, aber wenigstens war es trocken. Etwas zu früh waren wir in Kommern und mussten an der „Gaststätte zur Post“, einem Hof aus Oberbreisig auf unsere Führer warten. Damit waren wir aber schon einmal zur Baugruppe „Westerwald /Mittelrhein“ vorgedrungen.
Die Führungen begannen an einem kleinen Hof aus Ruppenrod, an den ein Stall aus Eppenrod und eine Scheune aus Untershausen angebaut waren. An diesem Ensemble erklärten die Führer das System der Fachwerk-Bauweise und gingen auch auf die Zusammenstellung des Museums seit der Eröffnung 1961 ein. Da unser Besuch in die Zeit der Sonderausstellung „Jahrmarkt anno Dazumal“ fiel, waren die freien Plätze mit Buden, Karussells, einer Geisterbahn u.ä. besetzt.
Unser Rundgang ging weiter zu der Baugruppe „Eifel“. Im Haus 16 aus Scheuerheck war die „Mausefallen Händlerin“ am Werk. Toll konnte Sie erzählen, wie die Fallen funktionierten und welche Tricks angewendet wurden, Lebensmittel haltbar zu machen und auch über die Zeit zu bringen. In dieser Baugruppe war dann auch zu sehen, wie Eichenholz damals als Statussymbol verwendet wurde, Balken wurden doppelt gelegt und verziert. Eine komplett eingerichtete Wohnstube, in der auch die lange Pfeife nicht fehlte, das Strickzeug und die Brille auf dem Tisch lagen und der Bettenschrank offen stand, das alles gab einen guten Eindruck vom Leben in dieser Zeit.
Weiter ging unser Weg zu Häusern vom Niederrhein. Hier war vor allem ein Speicher aus Lürrip interessant. Er lag in einem Wassergraben auf dicken Steinplatten, die es sowohl Dieben wie Ungeziefer schwer machen sollten an die wertvollen Vorräte zu kommen.
Hier endete unser zweistündige Führung und wir konnten die beiden Windmühlen, das „Dorf“ aus dem Bergischen Land und den Marktplatz Rheinland auf eigene Faust erkunden. In den beiden Gasthäusern, beim Glühwein, an der Bratwurst- oder Crepe-Bude immer wieder trafen sich die einzelnen Gruppen wieder. Für die Rückfahrt hatten wir 16:00 Uhr festgelegt und so waren wir gegen 17:30 Uhr zurück in der Heimat.
Eine kalte, aber auch schöne Tour!


Bericht und Bilder: Hans Arck