Unsere Bonn-Tour am 01.09.2022 führte zum Arboretum in Oberkassel.

 

Das Arboretum ist ein angelegter Park in Bonn Oberkassel zwischen der S-Bahn Linie und der Autostr. EB 42.

Der Park umfasst ca 7 ha und ist complett gärtnerisch gestaltet.

Wir trafen uns um 15.00 Uhr, wie immer bei bestem Wetter am Parkeingang an der Büchelstaße.

 

Frau Liebetraut, eine mit dem Park bestens vertrauten Gärtnermeisterin, führte uns zuerst talabwärts in den Wohnbereich von Eisenbahndirektor Franz-Carl Rennen (1818-1897).

 

Franz Rennen war gebürtiger Oberkasseler und kaufte zum ererbten Grundbesitz ein größeres Terrain und baute sich eine herrschaftliche Villa im Historienstil.

 

Dort pflanzte er im Hanggelände bevorzugt seltene nicht heimische Bäume an.

Ein Beispiel—2 Mammutbäume.

Ahornbäume – Platanen - Buchen stehen heute noch auf dem Gelände und haben beachtliche

Höhen erreicht.

 

1921 erwarb Dr. jur. Carl Härle das Anwesen von Familie Rennen.

Auch dabei war die Hanglage, der Park und schon der Baumbestand seltener Gehölze

ausschlaggebend.

 

Das Haus war durch Bergschäden mehrmals umgebaut und Dr. Härle ließ es im Bauhausstiel erneuern.

 

Das hangseitige Gelände, auf dem bis dahin Waldbestand war, wurde in eine Ertrags Gärtnerei umgewandelt und belieferte in den schwierigen Jahren nach dem Krieg die Familie mit frischem Gemüse und Obst.

 

Im oberen Teil des Hanggrundstücks befand sich ein Teich (MAAR), der als Badesee genutzt wurde.

 

Die beiden unverheirateten Töchter übernahmen nach dem Tod des Vaters den Grundbesitz

und verwandelten den Garten in einen zauberhaften Baum und Blumenpark.

 

Er ist in verschiedene Zonen unterteilt.

Das alte Hanggrundstück in Richtung Ort, blieb mit dem alten Baumbestand erhalten.

 

Das gegenüberliegenden Grundstück Richtung Steinbruch wurde neu gestaltet und bildet

heute das Arboretum.

Der Eingangsbereich ist eine Baumallee in den Farben grün und gelb.

Eine Zone ist mit verschiedenen Wacholdergewächsen bestückt.

Es gibt einen Rosengarten, eine Wiese mit Blumenrabatten.

Der heutige Gärtner ist ein Liebhaber von Schneeglöckchen und hat viele verschiedene Schneeglöckchen angepflanzt.

Ich war im Frühling dort und kann einen Besuch nur empfehlen.

 

An den unterschiedlichen Staudenbeeten vorbei ging es zum Teich, der heute mit Seerosen bewachsen ist, mehrere Schildkröten beherbergt und ein Tummelplatz für Insekten ist.

Ein Imker hat dort seine Bienenstöcke aufgestellt und verkauft an den öffentlichen Tagen seinen Honig.

 

Nach 2,5 Stunden voll erlebten Gartengeschichten traten wir den Heimweg an.

 

Ein sehr schöner Nachmittag, der Garten selbst, sowie die großartige Führung.

 

Bis zur nächsten Bonn-Tour Ihre Trude Kutsch