Bericht: Ausflug in die Mertener Heide am 30.04.26


 

Bei bestem Ausflugswetter machte sich eine Gruppe von

16 Radlerinnen und Radlern von der Poppelsdorfer Allee aus auf den Weg Richtung Vorgebirge. Über das Meßdorfer Feld erreichten wir Alfter und radelten aufwärts in das Zentrum und vorbei am Schloss nochmal bergauf bis zum Herrenhaus Buchholz.

 

Von der Höhe konnten wir wunderschöne Ausblicke über das Rheintal genießen. Durch Streuobstwiesen, Weidekoppeln und blühende Rapsfelder ging es weiter bis zu einer Hofanlage für Pensionspferde am Rande des Kottenforsts.

 

In unmittelbarer Nähe befindet sich in der Hangschlucht eines Wäldchens eine Andachtsstätte zu Ehren der Muttergottes von Lourdes. Diese wurde im Jahr 1914 von fünf jungen Männern aus Bornheim-Brenig errichtet. Die Andachtsstätte war seinerzeit Ausdruck für deren Befürchtungen, zum Kriegsdienst eingezogen zu werden und für deren Ängste vor dem Grauen, der sie in einem Krieg erwarten würde. Die fünf Erbauer wurden tatsächlich zum Kriegsdienst verpflichtet, kehrten aber alle wohlbehalten aus dem 1. Weltkrieg zurück. Das Heiligenhäuschen dient heute als Ort für die Maiandacht der Kirchengemeinde Bornheim und als Anlaufstelle für Pilger.

 

Die Route führte uns weiter hinunter in das Mühlental und wieder aufwärts nach Brenig. Nach einer Fahrt durch endlos erscheinende Gemüsefelder erreichten wir das Dorf Heide, einen Ortsteil von Merten und von den Bewohnern „Mertener Heide“ genannt. Von dort bewegten wir uns abwärts Richtung Rheinebene. Auf halber Höhe legten wir noch einen Stopp in einem Landcafé ein. Wir konnten auf der Terrasse Platz nehmen, die Aussicht auf das Rheintal genießen und auch eine kleine Herde Alpakas auf einer nahen Weide beobachten.

 

Nach der Pause ging es auf ebener Strecke nach Sechtem und auf Wirtschaftswegen wiederum durch Gemüsefelder über Hersel zur Mondorfer Fähre und auf dem Rheinufer Radweg zurück nach Bonn.

 

(Ulrike Wahsner)