Fahrradtour am Donnerstag, den 18. Juni 2026


 

 

Bericht: Burgenrunde an der Swist

 

 

Hohe Temperaturen waren für den Ausflugstag angekündigt. Das hat uns nicht abgeschreckt. Denn wir begaben uns auf die Höhen des Vorgebirges, wo die Temperaturen gefühlt ein paar Grad niedriger waren und zudem der Fahrtwind angenehm erfrischte.

 

Wir legten einen kurzen Stopp beim Aussichtsturm „Fitzeks Weitsicht“ an der ehemaligen Quarzsandgrube Bornheim-Brenig ein. Der Rundumblick über Vorgebirge und Rheinebene ist von dort beeindruckend.

 

Ziel unserer Tour waren die am Swistbach gelegenen Burgen „Metternich“, „Kriegshoven“ und „Heimerzheim“. Die gut erhaltenen und baulich sehr unterschiedlichen Herrenhäuser befinden sich alle in Privatbesitz und sind daher nur von außen zu besichtigen.

 

Inmitten uralter, knorriger Bäume liegt die idyllische Wasserburg Metternich, die Stammburg der Freiherrn und Grafen von Metternich. Im Wassergraben konnten wir viele gut genährte Karpfen beobachten. Das Gebäude dient dem heutigen Eigentümer ausschließlich zu Wohnzwecken.

 

Nicht weit entfernt befindet sich die nächste Burg, das Wasserschloss Kriegshoven. Es ist ein dreiflügeliges barockes Herrenhaus mit einem hohen, achteckigen Treppenturm. Das Anwesen umfasst darüber hinaus diverse Wirtschaftsgebäude und wird landwirtschaftlich genutzt. An der Allee, die vom Hof zur Straße führt, steht ein kleines Schlösschen mit Zimmern und Apartments für Feriengäste.

 

Über den Radweg an der Swist gelangten wir nach Heimerzheim und kehrten dort in einem netten Café ein. Der Ort wurde wie andere Dörfer der Region von der Flut im Juli 2021 stark getroffen. Das Wasser stieg in der Ortsmitte auf über zwei Meter an.

 

Wir radelten weiter zur Burg Heimerzheim am südlichen Rand der Gemeinde. Die zweiteilige von Wasser umgebene Anlage besteht aus einer Vorburg und dem Haupthaus. Das im Besitz der Familie von Boeselager befindliche Anwesen wird heute kommerziell genutzt. Es umfasst einen Hotelbetrieb und Räumlichkeiten für Business Events oder auch private Veranstaltungen, wie z.B. Hochzeiten. Der Rote Salon in der Hauptburg wird dann als Standesamt genutzt.

 

Auf dem idyllischen Radweg entlang des Swistbachs erreichten wir Dünstekoven und radelten von dort moderat aufwärts in die Waldville. Vorbei am Denkmal „Eiserner Mann“ und der Schutzhütte „Waldkrankenhaus“ führte die Route nach Gielsdorf und über Meßdorf und Endenich zurück zum Startpunkt an der Poppelsdorfer Allee.

 

(Ulrike Wahsner)